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Mindestanforderungen an die Qualität von Sachverständigengutachten im Kindschaftsrecht

Die Arbeitsgruppe familienrechtliche Gutachten hat am 19.09.2019 die 2. Auflage seiner „Mindestanforderungen an die Qualität von Sachverständigengutachten im Kindschaftsrecht“ veröffentlicht. Hierbei wurde die Erstauflage aus dem Jahr 2015 überarbeitet.

Die Expertengruppe aus juristischen, psychologischen und medizinischen Fachverbänden, sowie der Bundesrechtsanwalts- und der Bundespsychotherapeutenkammer wurde fachlich durch den für das Familienrecht zuständigen XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs unterstützt.

Das Werk soll für alle Beteiligten die Auswahl von Sachverständigen und den Inhalt von und den Umgang mit Beweisbeschlüssen bzw. Sachverständigengutachten erleichtern. Da Richter und Anwälte in den wenigsten Fällen die notwendige psychologische Kompetenz besitzen, in den teils hochkonfliktbehafteten Familienverfahren ohne Hilfe feststellen zu können, was dem Kindeswohl am ehesten entspricht, werden immer häufiger psychologische Sachverständigengutachten zu den aufkommenden Fragen angeordnet.

Bereits 2016 hatte der Gesetzgeber durch das Gesetz zur Änderung des Sachverständigenrechts und zur weiteren Änderung des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit sowie zur Änderung des Sozialgerichtsgesetzes, der Verwaltungsgerichtsordnung, der Finanzgerichtsordnung und des Gerichtskostengesetzes auf die Kritik hinsichtlich fehlerhafter Auswahl von Sachverständigen durch Gerichte und teilweise nicht hinreichende Qualität von Sachverständigengutachten reagiert.



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